Warenkorb (0)
Dein Warenkorb ist leer
Dein Warenkorb ist leer
Ratgeber
Fast jede Bestenliste im Netz wirft Lackpolitur und Metallpolitur in denselben Topf. Das ist der teuerste Fehler beim Kauf, und er lässt sich in zwei Minuten vermeiden.
Wer nach der besten Polierpaste sucht, bekommt Ranglisten mit acht bis dreizehn Produkten, Sternen und einer Jahreszahl im Titel. In derselben Liste steht dann eine Schleifpaste für Autolack neben einer Chrompflege für den Haushalt, ohne einen Hinweis darauf, dass die beiden nichts miteinander zu tun haben.
Eine Lackpolitur auf blankem Aluminium richtet wenig aus. Eine Metallpolitur auf Klarlack kann Schaden anrichten. Diese Kaufberatung sortiert deshalb zuerst nach Material und geht danach die Angaben durch, die auf einer Flasche tatsächlich etwas bedeuten.
Vor jeder Produktwahl steht eine einzige Frage: Liegt zwischen dir und dem Material eine Lackschicht oder nicht?
Die Unterscheidung klingt selbstverständlich, sie steht aber in keiner der großen Bestenlisten. Dort wird dieselbe Paste für Lack, Metall, Kunststoff und Acrylglas beworben. Ein Produkt kann nicht zugleich grob genug für eingelaufenes Aluminium und fein genug für einen Finish-Gang auf Klarlack sein.
PRÜFFRAGE Steht auf der Dose, für welches Material sie gedacht ist? Wenn dort alles steht, steht nichts.
DR.POLISH deckt nur die zweite Zeile ab. Was bei uns im Regal steht, ist für blankes Metall entwickelt und in Österreich gefertigt. Die Übersicht dazu findest du bei den Polituren für blankes Metall.
Drei Wörter werden im Handel durcheinander verwendet, und sie meinen drei verschiedene Arbeitsschritte.
Enthält das gröbste Korn und trägt Material ab. Sie ist für Kratzer, Oxidation und tiefe Spuren da. Nach einer Schleifpaste ist die Oberfläche flach, aber noch nicht glänzend. Ein zweiter, feinerer Durchgang gehört dazu.
Feineres Korn, glättet die Spuren des ersten Durchgangs und erzeugt den Glanz. Auf Lack ist das der Schritt, der Hologramme wieder herausnimmt. Auf Metall ist es der Schritt, der die Oberfläche spiegeln lässt.
Trägt praktisch nichts ab, sondern löst Beläge und bereitet vor. Ein Lackreiniger darf mehrmals im Jahr laufen, eine Schleifpaste nur dann, wenn es wirklich nötig ist.
Die Reihenfolge ist immer dieselbe: grob, fein, schützen. Wer den ersten Schritt überspringt, bekommt keinen Glanz. Wer den letzten überspringt, verliert ihn wieder. Wie sich das über die verschiedenen Werkstoffe hinweg verhält, steht in den Grundlagen zum Polieren von Metall.
Hersteller benennen die Stufen mit Wörtern wie Heavy Cut, Medium Cut und Finish. Diese Wörter sind nicht genormt, aber es gibt eine Brücke zu einer Zahl, die du kennst.
Ein bekannter Politurhersteller übersetzt seine Stufen in Schleifbilder. Eine Heavy-Cut-Politur hinterlässt demnach ein Bild, das etwa P1200 bis P1500 entspricht. Eine Medium-Cut-Politur liegt bei etwa P3000.
Damit wird die Wahl greifbar. Wenn du vorher mit Schleifpapier gearbeitet hast, muss die erste Politurstufe feiner sein als dein letztes Papier, sonst machst du die Vorarbeit wieder kaputt. Welche Körnung wofür zuständig ist, ist in der Übersicht zu den Schleifpapier-Körnungen aufgeschlüsselt.
GRUNDREGEL Immer mit der feinsten Stufe anfangen, die reichen könnte. Gröber wird man schnell, feiner nie.
Die meisten Angaben auf einer Dose sind Werbung. Vier sind es nicht.
Der Punkt mit den Füllstoffen ist der, bei dem Kaufberatungen am wenigsten helfen. Ein Produkt mit Füllstoffen sieht am Tag der Anwendung besser aus als eines ohne. Der Unterschied zeigt sich erst nach zwei Wäschen.
Bei blankem Aluminium kommt eine fünfte Angabe dazu: ob die Politur Rückstände hinterlässt, die anschließend versiegelt werden müssen. Was sich für Alu eignet, ist unter den Polituren für blankes Aluminium zusammengefasst, die Produkte für rostfreien Stahl stehen bei der Edelstahlpolitur.
Die Frage entscheidet mit darüber, welches Produkt du kaufst, und sie hängt weniger am Können als an der Fläche.
Sinnvoll bei kleinen Flächen, engen Radien und überall dort, wo eine Maschine nicht hinkommt. Felgenbetten, Speichenzwischenräume, Griffmulden und Zierteile gehören dazu. Der Kraftaufwand ist höher, die Kontrolle auch.
Sinnvoll ab etwa einer Tankseite oder einer größeren Blechfläche. Beim Auftrag gilt: dosiert arbeiten. Für ein Pad mit fünfundneunzig Millimetern reichen drei bis vier erbsengroße Tropfen, bei hundertfünfzig Millimetern fünf und bei hundertachtzig Millimetern sechs bis sieben.
Unser Set aus drei Produkten bildet genau diese Teilung ab. Die Handpolitur PUCK arbeitet dort, wo keine Maschine hinpasst. ZATO METAL POLISH ist eine reine Maschinenpolitur für Tank und große Flächen. FINISH setzt den letzten Gang.
WICHTIG ZATO METAL POLISH gehört nicht auf Felgen. In die Radien kommt man damit nicht sauber hinein.
Beim Polieren selbst zählt nicht der Druck, sondern die Gleichmäßigkeit. Zu hoher Druck, Restschmutz unter dem Pad und zu langes Verweilen an einer Stelle erzeugen Schlieren. Auf Lack heißen sie Hologramme, auf Metall sind es feine Kreisspuren im Licht.
Die Gebinde reichen von siebzig Millilitern bis zu fünf Litern. Welche Größe passt, lässt sich abschätzen.
Für einen Mittelklasse-Pkw nennt ein Hersteller fünfzig bis hundert Milliliter je Politurdurchgang. Bei blankem Metall liegt der Verbrauch höher, weil die Oberfläche das Produkt stärker aufnimmt und mehrere Stufen nacheinander laufen.
Zur Haltbarkeit gibt derselbe Hersteller zwei Jahre ab Produktionsdatum an, bei stehender Lagerung zwischen fünf und dreißig Grad. Eine Politur, die ausgeflockt ist oder sich nicht mehr aufrühren lässt, gehört nicht mehr auf eine Oberfläche.
Die Hochrechnung auf einen ganzen Zug fällt anders aus als auf ein einzelnes Fahrzeug. Zwölf polierte Alufelgen verbrauchen ein Vielfaches dessen, was eine Tankseite kostet, und dafür lohnt sich das größere Gebinde.
Für Lackpolituren ja, für Metallpolituren nein. Diese Auskunft ist unbequem, aber sie ist die richtige.
Zwei Fachmagazine haben im Frühjahr 2026 Autopolituren geprüft. Das eine hat zwölf Produkte nach Funktionalität, Qualität, Sicherheit und Nachhaltigkeit bewertet. Das andere hat neun Handpolituren und vier Maschinenpolituren untersucht und dabei Glanzzuwachs und Materialverträglichkeit gemessen.
Einzelergebnisse listen wir nicht auf. Die gehören den Redaktionen, die dafür gearbeitet haben. Wichtig ist der zweite Teil des Befunds: Beide Prüfungen betreffen ausschließlich Autolack.
Die Stiftung Warentest hat Autopolituren bisher nie geprüft. Einen eigenen Produkttest des ADAC zu Polituren gibt es ebenfalls nicht, wohl aber einen Ratgeber zum Polieren. Zu Metallpolituren fanden wir überhaupt keine unabhängige Prüfung.
FOLGE Ohne Test entscheidest du über Materialangabe, Stufe und Füllstoffe. Das sind die drei nachprüfbaren Punkte.
Wenn du die Politur an einem Fahrzeug einsetzt, kommt eine Zahl vom ADAC dazu, die man kennen sollte: Ein Poliergang trägt zwischen einem und fünf Zehntel Mikrometer Klarlack ab, bei hundert bis hundertvierzig Mikrometern Gesamtdicke. Deshalb empfiehlt er höchstens zwei Durchgänge im Jahr.
Eine Politur arbeitet an der Oberfläche. Alles, was tiefer sitzt, liegt außerhalb ihrer Möglichkeiten.
Und eine Grenze in eigener Sache: Lackpolituren führen wir nicht. Wer eine Motorhaube aufbereiten will, ist bei einem Hersteller für Lackpflege besser aufgehoben. Unsere Produkte sind für blanke Oberflächen gemacht, vom Felgenbett bis zum Edelstahltank.
Wie die einzelnen Werkstoffe im Ablauf behandelt werden, steht in den jeweiligen Beiträgen: der Weg zum Hochglanz beim Polieren von Aluminium und die Besonderheiten beim Polieren von Edelstahl.
Profis nehmen keine einzelne Politur, sondern ein System aus mehreren Stufen. Sie beginnen mit der feinsten Stufe, prüfen an einer kleinen Fläche und gehen nur dann gröber, wenn es sein muss. Das ist der eigentliche Unterschied zur Anwendung daheim.
Feine Kratzer ja, tiefe nein. Die Grenze läuft dort, wo der Fingernagel hängen bleibt. Produkte mit Füllstoffen lassen auch tiefere Kratzer verschwinden, aber nur bis zur nächsten Wäsche.
Bei Lack höchstens zweimal im Jahr, weil jeder Durchgang Klarlack abträgt. Bei blankem Metall gibt es diese Grenze nicht, dort richtet sich der Rhythmus nach der Oxidation. Eine versiegelte Fläche hält deutlich länger als eine unversiegelte.
Bei lackierten Flächen mit einer Lackpolitur und einem Exzenter. Bei blanken Teilen am Fahrzeug, also Felgen, Tank oder Zierleisten, mit einer Metallpolitur. Die beiden Produktgruppen sind nicht austauschbar.
Ein Mikrofasertuch ohne Kanten mit Naht, und für jeden Arbeitsschritt ein frisches. Ein Tuch, in dem noch Politurreste vom letzten Mal sitzen, zieht beim Auspolieren feine Spuren über die Fläche.
Bei blankem Metall ja, sonst beginnt die Oxidation sofort von vorn. Bei Lack ist die Versiegelung ebenfalls Teil des Ablaufs, weil eine Schleifpaste die Fläche ungeschützt zurücklässt.
Meist wegen zu grober Stufe, zu hohem Druck oder Restschmutz unter dem Pad. Auch zu langes Verweilen an einer Stelle erzeugt das Bild. Abhilfe schafft ein weiterer Durchgang mit der nächstfeineren Stufe und einem sauberen Pad.
Besser nicht. Die Fläche soll kühl sein, sonst trocknet die Politur an, bevor sie ausgearbeitet ist. Schatten oder eine Halle sind die bessere Wahl, und beim Metall gilt das genauso wie beim Lack.